Vodafone Group PLC
VOD.LSE
Unternehmensprofil
Wer in Europa telefoniert oder ins Internet geht, nutzt häufig ein Netz, das Vodafone betreibt — in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und weiteren Ländern. Der Konzern steckt gerade mitten in einem Umbau: In den letzten Jahren wurden ganze Landesgesellschaften verkauft (zuletzt das Spanien-Geschäft), um Schulden abzubauen und sich auf weniger, aber profitablere Märkte zu konzentrieren. Mit 19,3 Milliarden Euro Jahresumsatz ist das kein kleines Experiment — aber der Umbau kostet gerade noch Geld, weshalb unterm Strich ein Verlust steht.
Kennzahlen
Erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV)
13,9x
Anleger zahlen 13,9 Euro für jeden Euro Gewinn, den Analysten erwarten.
Dividendenrendite
3,81 %
Fast 4 % Ausschüttung pro Jahr — deutlich mehr als ein Tagesgeldkonto derzeit.
Kurs-Buchwert-Verhältnis
0,44x
Die Aktie kostet weniger als die Hälfte dessen, was das Unternehmen buchmäßig wert ist.
Gewinnmarge
-11,4 %
Vodafone macht gerade Verluste — von 100 Euro Umsatz fehlen 11,40 Euro.
Eigenkapitalrendite (ROE)
-6,62 %
Das eingesetzte Eigenkapital wirft aktuell keinen Gewinn ab, sondern schrumpft.
Stärken
- Günstige Bewertung im Vergleich zum Buchwert: Die Aktie kostet nur 44 Cent für jeden Euro an buchmäßigem Unternehmenswert (Kurs-Buchwert von 0,44). Das bedeutet: Wer heute kauft, bekommt rechnerisch mehr Substanz als er bezahlt — das ist bei Telekomunternehmen wie der Deutschen Telekom (Kurs-Buchwert ca. 1,8) selten so günstig.
- Dividende trotz Umbauphase: Vodafone schüttet aktuell 3,81 % Dividendenrendite aus. Für Anleger, die neben Kursgewinnen auch laufende Einnahmen suchen, ist das relevant — vorausgesetzt, die Dividende bleibt stabil, was angesichts der laufenden Verluste nicht garantiert ist.
- Niedriges Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,70: Für jeden Euro Jahresumsatz zahlt man an der Börse nur 70 Cent. Das zeigt, wie niedrig die Markterwartungen aktuell sind — und bedeutet gleichzeitig, dass schon kleine Verbesserungen in der Profitabilität die Bewertung deutlich nach oben treiben könnten.
Risiken
- Laufende Verluste ohne klares Ende: Die Gewinnmarge liegt bei minus 11,4 % — Vodafone macht also gerade Verluste. Ein klassisches Kurs-Gewinn-Verhältnis lässt sich deshalb gar nicht berechnen (der Wert in den Daten ist 0). Erst wenn die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind und Gewinne fließen, macht das Forward-KGV von 13,9 Sinn — das ist eine Wette auf die Zukunft.
- Negatives Eigenkapital-Ergebnis trotz großem Konzern: Die Eigenkapitalrendite liegt bei minus 6,62 %. Das heißt: Das Geld, das Aktionäre und der Konzern investiert haben, wird gerade aufgezehrt statt vermehrt. Solange das so bleibt, wächst kein Wert für Anleger.
- Kein Umsatzwachstum: Der Umsatz ist laut den Daten nicht gewachsen (0 % Wachstum bei 19,3 Milliarden Euro). Telekomunternehmen kämpfen generell mit gesättigten Märkten, hohen Netzausbaukosten und Preisdruck — das macht es schwer, die Profitabilität durch Wachstum zu verbessern.
Bewertung
Das sogenannte Forward-KGV — also das Verhältnis von aktuellem Kurs zu den Gewinnen, die Analysten für die Zukunft erwarten — liegt bei 13,9. Das ist vergleichsweise niedrig: Die Deutsche Telekom kommt auf ein Forward-KGV von rund 15, Orange aus Frankreich liegt bei etwa 11. Vodafone ist also ähnlich bewertet wie die Konkurrenz, obwohl der Konzern noch in der Verlustzone steckt. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,44 zeigt zusätzlich, wie pessimistisch der Markt aktuell ist — ein Analysten-Kursziel ist in den vorliegenden Daten nicht angegeben.
Fazit
Vodafone bietet eine ungewöhnlich niedrige Bewertung und eine Dividende von fast 4 % — trägt aber das Risiko laufender Verluste und eines Konzernumbaus, dessen Ausgang noch offen ist.
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