Snam SpA
SRG.MI
Unternehmensprofil
Stell dir vor, jemand besitzt einen Großteil der Gasleitungen in Italien — nicht das Gas selbst, sondern die Rohre, durch die es fließt. Genau das ist das Geschäft hier: Snam betreibt rund 41.000 Kilometer Gasnetz und kassiert dafür staatlich festgelegte Durchleitungsgebühren, egal wie viel Gas gerade kostet oder wer gerade regiert. Das klingt unspektakulär, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Die Einnahmen sind gesetzlich geregelt und damit so stabil wie eine Mautstraße — der Staat garantiert die Rendite.
Kennzahlen
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
18,4x
Anleger zahlen aktuell das 18-fache des Jahresgewinns pro Aktie — für einen regulierten Versorger ist das ein typischer Bereich, weder auffällig teuer noch ein Schnäppchen.
Forward-KGV (Bewertung auf Basis des erwarteten Gewinns)
16,4x
Auf Basis der für das nächste Jahr erwarteten Gewinne fällt das KGV leicht auf 16,4 — Analysten rechnen also mit etwas höheren Gewinnen als heute, was die Aktie ein bisschen günstiger aussehen lässt.
Dividendenrendite
4,44 %
Wer heute investiert, bekommt rein aus Ausschüttungen jährlich 4,44 % zurück — das ist mehr als die meisten deutschen Tagesgeldkonten aktuell bieten und typisch für stabile Versorgungsunternehmen.
Gewinnmarge
32,7 %
Von jedem Euro Umsatz bleiben fast 33 Cent als Gewinn übrig — bei normalen Industrieunternehmen sind es meist nur 5–10 Cent, was zeigt, wie schonend das regulierte Netzgeschäft auf die Kosten wirkt.
Eigenkapitalrendite (ROE)
13,9 %
Das Unternehmen erwirtschaftet auf sein eingesetztes Eigenkapital knapp 14 % Rendite pro Jahr — solide für einen Versorger, bei dem hohe Netzinvestitionen naturgemäß viel Kapital binden.
Stärken
- Planbare Einnahmen durch staatliche Regulierung: Die Durchleitungsgebühren, die Snam kassieren darf, werden vom italienischen Staat festgelegt. Das bedeutet: keine wilden Gewinnausschläge, aber auch kaum Überraschungen nach unten. Für Anleger, die Stabilität suchen, ist das ein klarer Vorteil.
- Überdurchschnittliche Gewinnmarge von 32,7 %: Fast jeder dritte Euro Umsatz wird zu Gewinn. Das ist möglich, weil Netzinfrastruktur einmal gebaut kaum zusätzliche Betriebskosten verursacht — wer die Rohre besitzt, hat wenig Konkurrenz und fast keine variablen Kosten.
- Dividendenrendite von 4,44 % mit niedriger Kursschwankung: Der Beta-Wert von 0,66 zeigt, dass die Aktie deutlich ruhiger schwankt als der breite Markt (ein Wert von 1,0 würde bedeuten: genauso stark wie der Markt). Wer auf regelmäßige Ausschüttungen setzt und keine achterbahnfahrenden Kurse will, findet hier ein ruhiges Investment.
Risiken
- Kein Umsatzwachstum: Der Umsatz liegt bei rund 1,0 Mrd. Euro — und ist gegenüber dem Vorjahr nicht gewachsen. In einer regulierten Branche ist das teilweise normal, bedeutet aber auch: wer hier investiert, setzt vor allem auf stabile Ausschüttungen, nicht auf Kursverdoppelungen.
- Hohes PEG-Verhältnis von 3,35 (Verhältnis von Bewertung zu Wachstum — unter 1 gilt als günstig, über 2 als teuer): Ein Wert von 3,35 signalisiert, dass die Aktie im Verhältnis zu ihrem Wachstumstempo recht teuer bewertet ist. Wer Wachstum kaufen will, zahlt hier einen hohen Aufpreis.
- Abhängigkeit von politischen Entscheidungen in Italien: Weil die Einnahmen staatlich festgelegt sind, kann eine neue Regierung oder eine neue Regulierungsbehörde die erlaubten Gebühren kürzen — das würde direkt den Gewinn treffen. Italien hat in der Vergangenheit öfter unerwartete regulatorische Eingriffe in Infrastrukturpreise vorgenommen.
Bewertung
Die Aktie kostet aktuell das 18-fache des Jahresgewinns (KGV 18,4) — auf Basis der für nächstes Jahr erwarteten Gewinne sinkt dieser Wert auf 16,4. Zum Vergleich: Der deutsche Gasnetzbetreiber Enagas kommt auf ein ähnliches KGV von rund 10–12, während Italgas (ebenfalls ein regulierter italienischer Verteiler) bei etwa 14–15 notiert — Snam ist also im Branchenvergleich etwas höher bewertet. Ein Analysten-Kursziel ist in den vorliegenden Daten nicht enthalten.
Fazit
Snam bietet eine Dividendenrendite von 4,44 % und hohe Gewinnstabilität durch staatlich garantierte Leitungsgebühren — wer aber auf Kurswachstum hofft, muss wissen, dass der Umsatz aktuell nicht wächst und die Aktie im Verhältnis dazu mit einem PEG-Wert von 3,35 keineswegs günstig ist.
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