Roche Holding AG
ROG.SW
Unternehmensprofil
Ein Pharmaunternehmen, das nicht nur Medikamente verkauft, sondern auch Geräte zur Diagnose baut — wie ein Autohersteller, der nicht nur Autos macht, sondern auch die Tankstellen betreibt. Mit 30,6 Mrd. CHF Jahresumsatz ist es eines der größten seiner Art, verdient aber überproportional viel: Von jedem verkauften Franken bleiben 20 Cent als Gewinn, während Konkurrenten oft nur 5–10 Cent behalten.
Kennzahlen
Gewinnquote (Profitabilität)
20,3%
Von jedem Franken Umsatz bleiben 20,3 Cent als Gewinn übrig — das ist etwa doppelt so hoch wie bei den meisten anderen Pharmafirmen. Das zeigt, dass das Unternehmen seine Kosten gut kontrolliert und teurere Medikamente verkauft.
Eigenkapitalrendite (ROE)
37,3%
Auf jede Franc Eigenkapital erwirtschaftet das Unternehmen 37 Cent Gewinn pro Jahr — das ist außergewöhnlich hoch. Allerdings: Diese Zahl wird durch Aktienrückkäufe verzerrt, weil diese buchhalterisch das Eigenkapital verkleinern und die Rendite optisch aufblähen — die echte operative Leistung ist vermutlich etwas weniger beeindruckend.
Bewertung (KGV)
20,1x
Die Aktie kostet das 20-Fache des jährlichen Gewinns. Das ist teurer als viele Standard-Pharmakonzerne (z.B. Novartis bei ~18x), aber das Forward-KGV (14,6x) zeigt, dass Analysten mit sinkendem Bewertungsmultiple rechnen — die Aktie könnte also günstiger werden, wenn die Gewinne wachsen.
PEG-Ratio (Bewertung im Verhältnis zu Wachstum)
0,77
Unter 1,0 gilt als günstig, über 2,0 als teuer. Mit 0,77 ist diese Aktie preiswert bewertet — das heißt aber auch: Es wird kein großes Gewinnwachstum erwartet. Für eine Langfrist-Sparerin kann das beruhigend sein (weniger Enttäuschungsrisiko), für jemanden, der auf explosive Gewinne hofft, eher unspannend.
Schuldenquote (Debt-to-Equity)
0,0
Praktisch keine Schulden — das Unternehmen finanziert sich selbst. Das ist ein großer Vorteil in Krisen, weil es nicht abhängig von Banken ist und mehr Flexibilität für Investitionen hat. Allerdings könnte man diskutieren, ob das Geld nicht gewinnbringender eingesetzt werden könnte.
Stärken
- Gewinne bleiben zu 20% in der Kasse: Bei 30,6 Mrd. CHF Umsatz und einer Gewinnquote von 20,3% entstehen riesige Gewinnsummen, ohne dass das Unternehmen viel neues Kapital braucht — das ist typisch für gut etablierte Pharmakonzerne mit starkem Patent-Portfolio.
- Keine Schulden, maximale Flexibilität: Mit einer Schuldenquote von 0,0 ist die Bilanz extrem stabil. Das Unternehmen kann in schlechten Zeiten trotzdem investieren, Übernahmen machen oder Dividenden zahlen, ohne abhängig von Fremdkapital zu sein.
- Dividendenrendite von 3,06%: Mit einem stabilen Geschäftsmodell zahlt das Unternehmen 3,06% Dividende, also etwa 3 Cent pro Jahr auf 1 Euro Aktienkurs. Das ist höher als der durchschnittliche Zinsertrag von Staatsanleihen — zusätzlich zur Chance auf Kurssteigerung.
Risiken
- ROE-Verzerrung durch Aktienrückkäufe: Die 37,3% Eigenkapitalrendite sind überoptimistisch, weil Rückkäufe das Eigenkapital buchhaltermäßig schrumpfen lassen. Die tatsächliche operative Leistung ist wahrscheinlich einige Prozentpunkte niedriger — das ist kein Betrugssignal, aber es erklärt, warum diese Zahl so auffällig hoch wirkt.
- Kein erkennbares Wachstum in den Daten: Der Umsatz zeigt keine Dynamik in den verfügbaren Zeiträumen (1 Monat und 1 Jahr beide 0% Wachstum). Das könnte bedeuten, dass große neue Blockbuster fehlen oder Patentabläufe Umsätze aufzehren — typisches Risiko für reife Pharmakonzerne.
- Bewertung nicht besonders günstig für Pharmasektor: Mit KGV 20,1x zahlst du etwa 20% mehr als bei anderen großen Pharma-Mitbewerbern. Nur das niedrige PEG-Ratio (0,77) deutet darauf hin, dass wenig Wachstum erwartet wird — das ist eine Mischung aus Premium für Qualität und Abschlag für Stagnation.
Bewertung
Das aktuelle KGV von 20,1x ist teurer als der Pharmasektor-Durchschnitt (z.B. Novartis bei rund 18x KGV), aber das Forward-KGV von 14,6x deutet darauf hin, dass Analysten einen Rückgang der Bewertung erwarten — entweder weil die Gewinne wachsen oder weil die Aktie überbewertet wird. Die PEG-Ratio von 0,77 signalisiert, dass wenig Wachstum eingepreist ist. Ein konkretes Analysten-Kursziel liegt in den Daten nicht vor.
Fazit
Eine stabile, profitable Dividendenaktie ohne Schulden, die kaum noch wächst und zu einem leicht überdurchschnittlichen Preis bewertet ist — eine solide Wahl für Sicherheit und regelmäßige Ausschüttungen, aber kein Kandidat für Kursfantasie.
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