Oracle Corporation
ORCL.US
Unternehmensprofil
Während die meisten Cloud-Anbieter um Start-ups buhlen, verdient Oracle sein Geld vor allem mit riesigen Konzernen, die ihre alten Datenbank-Systeme nicht einfach wechseln können. Das Unternehmen sitzt damit auf einem 397 Milliarden Dollar schweren Geschäft, das wie ein digitaler Vermieter funktioniert — einmal eingemietet, zahlen Kunden jahrzehntelang. Die Gewinnmarge von 25% zeigt, wie profitabel es ist, Software zu verkaufen, die Unternehmen praktisch nicht mehr loswerden.
Kennzahlen
Gewinnmarge
25,3%
Von jedem Dollar Umsatz bleiben 25 Cent als Gewinn — deutlich mehr als bei den meisten Unternehmen mit 5-10%.
Eigenkapitalrendite (ROE)
57,6%
Extrem hoher Wert durch massive Aktienrückkäufe, die das Eigenkapital buchhalterisch verkleinern und die Kennzahl künstlich aufblähen.
Forward-KGV
17,2
Anleger zahlen das 17-fache der erwarteten Jahresgewinne — für einen etablierten Tech-Konzern ein moderater Preis.
PEG-Ratio (Bewertung zu Wachstum)
0,87
Unter 1 gilt als günstig — Oracle wächst also schneller als die Bewertung vermuten lässt.
Dividendenrendite
1,45%
Bescheidene Ausschüttung, da Oracle das meiste Geld für Aktienrückkäufe statt Dividenden verwendet.
Stärken
- Monopolähnliche Stellung bei Unternehmensdatenbanken: Einmal implementiert wechseln Kunden praktisch nie, da die Umstellungskosten zu hoch sind — das sichert jahrzehntelange Einnahmen.
- Hervorragende Profitabilität mit 25% Gewinnmarge zeigt, wie effizient Oracle arbeitet — Software lässt sich fast kostenlos kopieren und skalieren.
- Günstige Bewertung mit PEG-Ratio von 0,87 deutet darauf hin, dass die Aktie trotz solider Aussichten unterbewertet ist.
Risiken
- Extrem hohe Eigenkapitalrendite von 58% ist hauptsächlich durch Aktienrückkäufe verzerrt — das macht die Bilanz weniger stabil und die Kennzahl wenig aussagekräftig.
- Hohe Abhängigkeit von alten Großkunden macht Oracle verwundbar, falls diese doch zu moderneren Cloud-Lösungen von Amazon oder Microsoft wechseln.
- Beta von 1,6 bedeutet, dass die Aktie 60% stärker schwankt als der Gesamtmarkt — nichts für schwache Nerven.
Bewertung
Mit einem Forward-KGV von 17,2 ist Oracle günstiger bewertet als Wettbewerber wie Microsoft (etwa 25x) oder Salesforce (über 30x). Das KGV zeigt, dass Anleger das 17-fache der erwarteten Jahresgewinne zahlen — für einen etablierten Software-Konzern mit stabilen Einnahmen ein fairer Preis.
Fazit
Oracle bietet durch seine monopolähnliche Marktstellung bei Unternehmensdatenbanken stabile Gewinne zu einer moderaten Bewertung, jedoch machen aggressive Aktienrückkäufe und die Abhängigkeit von Altkunden die Investition riskanter als sie zunächst erscheint.
Stockly liefert Informationen und Einordnungen, keine Anlageberatung. Alle Analysen sind AI-generiert und können Fehler enthalten. Investitionsentscheidungen triffst du selbst.