Iberdrola S.A.
IBE.MC
Unternehmensprofil
Strom und Gas klingen langweilig — aber hinter Iberdrola steckt eines der größten Investments in Wind- und Solarenergie weltweit: Das Unternehmen betreibt Kraftwerke, Stromnetze und Ladepunkte in Europa, Nord- und Südamerika. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 137 Milliarden Euro ist Iberdrola größer als viele bekannte Tech-Konzerne — was die meisten nicht wissen: Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt inzwischen aus regulierten Stromnetzen, also Einnahmen, die der Staat weitgehend garantiert, ähnlich wie eine Maut auf einer Autobahn.
Kennzahlen
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
24,2x
Anleger zahlen aktuell das 24-fache des Jahresgewinns pro Aktie — für einen Stromversorger ist das eher hoch, typische Vergleichswerte liegen zwischen 12 und 18.
Forward-KGV (Bewertung auf Basis des erwarteten Gewinns)
16,9x
Wenn die Gewinnprognosen der Analysten stimmen, sieht die Aktie auf Basis der nächsten 12 Monate deutlich günstiger aus — das bedeutet: Der Markt erwartet, dass Iberdrola in Zukunft deutlich mehr verdient als heute.
Dividendenrendite
3,32 %
Pro investierte 100 Euro bekommt man jährlich etwa 3,32 Euro zurück — das ist mehr als ein Tagesgeldkonto aktuell bringt, aber weniger als manche anderen Versorger zahlen.
Gewinnmarge
14,3 %
Von jedem Euro Umsatz bleiben 14 Cent als Gewinn übrig — für einen Energieversorger mit teurer Infrastruktur ist das ein guter Wert, klassische Industrieunternehmen kommen oft nur auf 5–8 Cent.
PEG-Ratio (Verhältnis von Bewertung zu erwartetem Wachstum — unter 1 gilt als günstig, über 2 als teuer)
2,82
Ein Wert von 2,82 bedeutet: Die Aktie ist gemessen am erwarteten Gewinnwachstum eher teuer bewertet — Anleger zahlen also einen Aufpreis dafür, dass Iberdrola weiter wächst.
Stärken
- Verlässliche Einnahmen durch regulierte Netze: Ein Großteil der Einnahmen kommt aus Stromnetzen, bei denen der Staat die Preise festlegt — das macht den Umsatz von 11,7 Milliarden Euro stabiler als bei Unternehmen, die im freien Wettbewerb stehen.
- Geringes Kursrisiko: Mit einem Beta-Wert von 0,60 schwankt die Iberdrola-Aktie deutlich weniger als der Gesamtmarkt — wenn der Markt 10 % fällt, fällt Iberdrola im Schnitt nur 6 %. Das macht die Aktie für risikobewusste Anleger interessant.
- Bewertung könnte sich verbessern: Das Forward-KGV von 16,9 liegt deutlich unter dem aktuellen KGV von 24,2 — das zeigt, dass Analysten für die kommenden Jahre mit deutlich höheren Gewinnen rechnen, was die Aktie dann günstiger erscheinen lässt.
Risiken
- Hohe Bewertung für einen Versorger: Das aktuelle KGV von 24,2 ist für einen Energieversorger überdurchschnittlich hoch — zum Vergleich: der deutsche Versorger E.ON wird aktuell mit einem KGV von etwa 12 bewertet, RWE mit etwa 7. Wenn das Gewinnwachstum ausbleibt, könnte die Aktie deutlich fallen.
- Fehlende Daten erschweren die Einschätzung: Für Iberdrola liegen in den verfügbaren Daten weder der freie Cashflow (also das Geld, das nach allen Investitionen tatsächlich übrig bleibt) noch die Verschuldung vollständig vor — das macht es schwer zu beurteilen, ob das Unternehmen seine Dividende und Investitionen dauerhaft finanzieren kann.
- Abhängigkeit von politischen Entscheidungen: Weil ein großer Teil der Einnahmen aus staatlich regulierten Netzen kommt, kann die Politik die Erträge direkt beeinflussen — ändert sich die Regulierung in Spanien, Großbritannien oder den USA, wirkt sich das unmittelbar auf den Gewinn aus.
Bewertung
Das aktuelle KGV von 24,2 bedeutet: Anleger zahlen das 24-fache des heutigen Jahresgewinns — für einen Stromversorger ist das vergleichsweise teuer. E.ON liegt bei rund 12, RWE sogar bei rund 7. Das Forward-KGV von 16,9 zeigt aber, dass der Markt in den nächsten Jahren mit deutlich höheren Gewinnen rechnet. Ein Analysten-Kursziel ist in den vorliegenden Daten nicht enthalten.
Fazit
Iberdrola bietet verlässliche Einnahmen aus regulierten Netzen und eine Dividendenrendite von 3,3 %, wird aber mit einem KGV von 24,2 deutlich teurer bewertet als vergleichbare europäische Versorger — wer kauft, wettet darauf, dass das erwartete Gewinnwachstum diese Bewertung rechtfertigt.
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