GE Aerospace
GE.US
Unternehmensprofil
Wenn du heute ein neues Flugzeug besteigst, stehen die Chancen gut, dass die Triebwerke von diesem Unternehmen stammen. Nach der Abspaltung aller anderen Geschäftsbereiche konzentriert sich GE Aerospace ausschließlich auf Flugzeugtriebwerke und deren Wartung. Das Geschäftsmodell funktioniert wie ein Rasierer-Klingen-System: Die Triebwerke werden oft mit geringer Marge verkauft, das große Geld kommt über Jahrzehnte durch Wartung und Ersatzteile.
Kennzahlen
Gewinnmarge
19,0%
Von jedem Dollar Umsatz bleiben 19 Cent als Gewinn — deutlich mehr als die 5-10% der meisten Industrieunternehmen.
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
38,3x
Anleger zahlen das 38-fache des Jahresgewinns für die Aktie — das ist teuer für ein Industrieunternehmen.
Eigenkapitalrendite (ROE)
44,7%
Extrem hohe Rendite, aber wahrscheinlich durch Aktienrückkäufe verzerrt — diese verkleinern das Eigenkapital buchhalterisch und lassen die Kennzahl übertrieben gut aussehen.
Kurs-Buch-Verhältnis
17,2x
Die Aktie kostet das 17-fache des Buchwertes — zeigt, dass Anleger hauptsächlich für zukünftige Gewinne und weniger für vorhandene Vermögenswerte zahlen.
PEG-Verhältnis (Bewertung zu Wachstum)
5,3x
Werte über 2 gelten als teuer — hier zahlen Anleger viel für wenig erwartetes Wachstum.
Stärken
- Quasi-Monopol bei großen Verkehrsflugzeugen: GE teilt sich den Markt hauptsächlich mit Rolls-Royce und Pratt & Whitney, wodurch Preiskämpfe begrenzt bleiben.
- Langfristige Cashflow-Ströme: Ein verkauftes Triebwerk generiert über 20-30 Jahre Wartungserlöse — wie ein Abonnement-Geschäft mit sehr treuen Kunden.
- Hohe Gewinnmarge von 19%: Das Unternehmen kann deutlich profitabler arbeiten als die meisten Industriekonzerne mit ihren 5-10% Margen.
Risiken
- Extreme Bewertung: Mit einem KGV von 38,3 und einem PEG-Verhältnis von 5,3 ist die Aktie sehr teuer — jeder Rückgang bei den Gewinnen würde überproportional bestraft.
- Zyklisches Geschäft: Wirtschaftskrisen treffen die Luftfahrt besonders hart — weniger Flüge bedeuten weniger neue Triebwerke und verschobene Wartungen.
- Konzentration auf eine Branche: Anders als früher setzt GE nur noch auf Luftfahrt — fällt diese schwach aus, gibt es keine anderen Geschäftsbereiche als Ausgleich.
Bewertung
Mit einem KGV von 38,3 und einem Forward-KGV von 41,5 ist GE Aerospace deutlich teurer als Wettbewerber wie Rolls-Royce (KGV etwa 15-20). Das PEG-Verhältnis von 5,3 zeigt, dass Anleger viel für wenig erwartetes Wachstum bezahlen — Werte über 2 gelten bereits als überteuert.
Fazit
GE Aerospace profitiert von einem stabilen Quasi-Duopol im Triebwerksmarkt mit langfristigen Wartungsverträgen, aber die extreme Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen in der zyklischen Luftfahrtbranche.
Stockly liefert Informationen und Einordnungen, keine Anlageberatung. Alle Analysen sind AI-generiert und können Fehler enthalten. Investitionsentscheidungen triffst du selbst.