Telefonaktiebolaget LM Ericsson (publ)
ERIC-B.ST
Unternehmensprofil
Ein schwedischer Telekommunikationsausrüster, der die Infrastruktur für Mobilfunknetze weltweit baut — ähnlich wie ein Zulieferer, der die Maschinen für eine Fabrik verkauft statt der Fabrik selbst. Das Unternehmen verdient mit 69,3 Mrd. SEK Umsatz hauptsächlich damit, dass Telefonfirmen bei ihm Antennen, Server und Software für 5G-Netze kaufen. Nach einem schwierigen Jahrzehnt zeigt die Aktie seit Kurzem wieder Stabilität.
Kennzahlen
Gewinnmarge (Nettogewinn-Quote)
12,0%
Von jedem Krone Umsatz bleiben 12 Cent Gewinn — deutlich besser als der Branchendurchschnitt von 5–7 Prozent.
KGV (aktuelles Bewertungsverhältnis)
13,0x
Die Aktie kostet das 13-Fache des jährlichen Gewinns — günstiger als Nokia (17x) oder Qualcomm (25x).
Forward-KGV (Bewertung auf Basis erwarteter Gewinne)
17,2x
Analysten erwarten, dass die Gewinne sinken; die Bewertung wird damit teurer, nicht günstiger — ein Warnsignal.
Eigenkapitalrendite (ROE)
28,3%
Das Unternehmen verdient 28 Cent pro Euro Eigenkapital — sehr hoch, aber wahrscheinlich durch Aktienrückkäufe verzerrt (verkleinert das Eigenkapital buchhalterisch).
Preis-zu-Buchwert-Verhältnis
3,4x
Die Aktie wird mit dem 3,4-Fachen des Buchwerts bewertet — deutet auf Erwartung künftiger Gewinne, nicht auf günstige Bewertung hin.
Stärken
- Die Gewinnmarge von 12,0% ist mehr als doppelt so hoch wie bei konkurrierenden Ausrüstern — das zeigt, dass das Unternehmen seine Kosten besser kontrolliert oder höhere Preise erzielen kann.
- Das aktuelle KGV von 13,0x ist günstiger als direkte Konkurrenten wie Nokia, obwohl Ericsson rentabler ist — Anleger zahlen hier weniger pro Gewinn-Euro.
- Die niedrige Schuldenquote (Schulden zu Eigenkapital = 0) bedeutet, dass das Unternehmen frei ist von finanziellem Druck und bei Bedarf investieren oder Dividenden zahlen kann.
Risiken
- Der Forward-KGV springt von 13,0x auf 17,2x — Analysten erwarten sinkende Gewinne in den kommenden Jahren, was die Bewertung unter Druck setzt.
- Die ROE von 28,3% ist ungewöhnlich hoch und wird wahrscheinlich durch Aktienrückkäufe verzerrt: Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft, schrumpft das Eigenkapital buchhalterisch, wodurch die Rendite optisch aufgebläht wird — das ist kein echtes Zeichen von Rentabilität.
- Das Unternehmen operiert in einem Zyklus: Wenn Telefonfirmen weniger in 5G-Netze investieren (z.B. in wirtschaftlichen Abschwüngen), bricht der Umsatz schnell ein — die Aktie ist mit Beta 0,5 zwar weniger volatil als der Markt, aber mit Abhängigkeit von Großkunden anfällig.
Bewertung
Mit einem KGV von 13,0x ist die Aktie billiger als große Konkurrenten (Nokia 17x, Qualcomm 25x). Allerdings gibt der Forward-KGV von 17,2x zu verstehen, dass Analysten 2025–2026 mit fallenden Gewinnen rechnen — die heutige Billigbewertung könnte sich als Falle entpuppen. Das Analysten-Kursziel ist in den vorliegenden Daten nicht enthalten.
Fazit
Eine reife Infrastruktur-Firma mit solider Rentabilität und günstiger aktueller Bewertung, aber mit dem Risiko fallender Gewinne in den nächsten Jahren, die die Kurserholung gefährden könnten.
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