BP PLC
BP.LSE
Unternehmensprofil
Wer tankt, denkt selten daran, dass BP nicht nur Benzin verkauft, sondern gleichzeitig Windparks baut, Solarstrom erzeugt und Ladesäulen für Elektroautos betreibt — das Unternehmen steckt mitten in einem teuren Umbau vom reinen Ölkonzern zum Energieversorger. Mit einem Jahresumsatz von knapp 47 Milliarden US-Dollar ist BP riesig, aber die Gewinnmarge ist mit 0,03 Prozent derzeit so dünn wie Papier — von 1.000 Euro Umsatz bleiben gerade 30 Cent Gewinn übrig. Das zeigt: BP steht nicht für Stabilität, sondern für eine Wette auf den Energiewandel.
Kennzahlen
Aktuelle Dividendenrendite
5,68 %
Fast 6 Cent Ausschüttung pro investiertem Euro — deutlich mehr als ein Tagesgeldkonto.
Forward-KGV (erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis für das nächste Jahr)
16,6x
Anleger zahlen 16,60 Euro für jeden Euro Gewinn, den BP nächstes Jahr erwartet.
Kurs-Buchwert-Verhältnis (wie viel Aufschlag zahlt man auf den Bilanzwert)
2,33x
Die Aktie kostet das 2,3-Fache dessen, was BPs Vermögen buchmäßig wert ist.
Kurs-Umsatz-Verhältnis (Börsenwert geteilt durch Jahresumsatz)
0,47x
Anleger zahlen weniger als die Hälfte des Jahresumsatzes — das klingt günstig.
Beta (Maß dafür, wie stark die Aktie mit dem Markt schwankt)
-0,195
Ein negativer Beta-Wert ist ungewöhnlich — die Aktie bewegt sich tendenziell gegen den Markt.
Stärken
- Dividende von 5,68 %: Wer heute 10.000 Euro in BP investiert, bekommt rein rechnerisch rund 568 Euro pro Jahr ausgeschüttet — ohne dass der Kurs steigen muss. Das ist für Anleger attraktiv, die laufende Einnahmen suchen.
- Günstige Umsatzbewertung: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,47 bedeutet, dass die Aktie mit weniger als dem halben Jahresumsatz bewertet wird. Bei vielen Energiekonzernen liegt dieser Wert höher — das deutet darauf hin, dass BP an der Börse nicht überteuert ist.
- Negativer Beta-Wert von -0,195: Wenn Aktienmärkte fallen, bleibt BP tendenziell stabiler oder steigt sogar leicht. Das macht BP interessant als Gegengewicht in einem Portfolio, das sonst stark auf Technologieaktien setzt.
Risiken
- Gewinnmarge fast bei null: Mit einer Profitmarge von gerade einmal 0,03 Prozent verdient BP aktuell praktisch nichts. Wenn der Ölpreis fällt oder ein großes Investitionsprojekt schiefläuft, rutscht BP schnell in die Verlustzone.
- Eigenkapitalrendite (ROE) von nur 1,7 %: Das bedeutet, BP erwirtschaftet auf das eingesetzte Kapital der Aktionäre nur 1,7 Cent pro Euro — ein Sparkonto bringt mehr. Das zeigt, wie wenig profitabel das Unternehmen gerade arbeitet.
- 52-Wochen-Spanne von 318 bis 609 Pence: Die Aktie hat innerhalb eines Jahres fast die Hälfte ihres Wertes verloren und sich seitdem wieder erholt. Wer schlecht kauft, sitzt schnell auf 40 Prozent Verlust — BP ist kein ruhiger Hafen.
Bewertung
Das Forward-KGV von 16,6 bedeutet: Anleger zahlen heute 16,60 Euro für jeden Euro Gewinn, den BP im nächsten Jahr erwartet. Zum Vergleich: Shell liegt derzeit bei einem Forward-KGV von etwa 11 bis 12, TotalEnergies bei rund 9 bis 10 — BP ist damit im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten im Ölsektor teurer bewertet, obwohl die Marge kaum existiert. Das PEG-Ratio (Verhältnis von Bewertung zu erwartetem Gewinnwachstum — unter 1 gilt als günstig) liegt bei 0,18, was auf Papier günstig aussieht, aber nur dann relevant ist, wenn das Gewinnwachstum tatsächlich eintritt.
Fazit
BP bietet eine überdurchschnittliche Dividende von 5,68 % und ist im Vergleich zum Umsatz günstig bewertet — aber mit einer Gewinnmarge von fast null und einer Aktie, die in einem Jahr über 40 % verloren hat, ist das Investment eine Wette darauf, dass der Umbau zum Energiekonzern gelingt und der Ölpreis mithält.
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