Bill Com Holdings Inc
BILL.US
Unternehmensprofil
Wer als kleines Unternehmen Rechnungen bezahlen oder Zahlungen einziehen will, braucht normalerweise entweder einen Buchhalter oder stundenlange Arbeit mit Excel und Bankportalen. BILL automatisiert genau das: Rechnungen scannen, genehmigen und bezahlen — alles in einer Software. Das klingt unspektakulär, aber über 400.000 kleine und mittelständische Unternehmen in den USA nutzen die Plattform, und BILL verdient an jeder Transaktion mit — ähnlich wie PayPal, nur im Firmenkundenbereich.
Kennzahlen
Erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV)
14,3x
Anleger zahlen aktuell das 14,3-fache des für die nächsten 12 Monate erwarteten Gewinns. Für ein Softwareunternehmen ist das ungewöhnlich niedrig — viele Konkurrenten werden mit dem 30- bis 60-fachen bewertet.
Kurs-Buchwert-Verhältnis
0,90x
Die Aktie kostet weniger als der rechnerische Buchwert des Unternehmens — also weniger als der Wert aller Vermögenswerte minus Schulden. Das passiert selten bei Softwareunternehmen und signalisiert, dass der Markt dem Unternehmen gerade kaum Wachstumsfantasie zurechnet.
Umsatz (letztes Quartal, annualisiert)
414,7 Mio. USD
Zum Vergleich: Das entspricht dem Jahresumsatz eines mittelgroßen deutschen Mittelständlers — aber als reines Softwareunternehmen ohne Fabrik oder Lager.
Gewinnmarge
-1,6 %
BILL macht noch leichte Verluste: Von 100 Dollar Umsatz gehen 1,60 Dollar mehr aus als rein. Das ist kein Alarmsignal, aber der Weg in die Profitabilität ist noch nicht abgeschlossen.
PEG-Ratio (Verhältnis von Bewertung zu erwartetem Wachstum — unter 1 gilt als günstig, über 2 als teuer)
0,48
Ein Wert unter 1 bedeutet, dass die Aktie gemessen an ihrem erwarteten Wachstum günstig bewertet ist. Das klingt positiv, funktioniert aber nur, wenn die Wachstumserwartungen auch eintreten.
Stärken
- Günstige Bewertung im Sektorvergleich: Das Forward-KGV von 14,3 liegt weit unter dem, was für vergleichbare Softwareunternehmen wie HubSpot (ca. 40x) oder Intuit (ca. 25x) bezahlt wird. Wer glaubt, dass BILL sein Wachstumspotenzial noch nicht ausgeschöpft hat, bekommt die Aktie aktuell zu einem niedrigen Preis.
- Kurs unter Buchwert: Der Kurs-Buchwert-Wert von 0,90 bedeutet, dass die Aktie rechnerisch günstiger ist als der Substanzwert des Unternehmens. Das ist bei Softwarefirmen extrem selten und zeigt, dass der Markt die Aktie aktuell stark abgestraft hat.
- Kaum Schulden: Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital liegt bei 0 — BILL hat also keine nennenswerten Schulden. Das macht das Unternehmen widerstandsfähiger, wenn Zinsen steigen oder das Geschäft zeitweise schwächelt.
Risiken
- Verlustmacher ohne klaren Zeithorizont: Mit einer Gewinnmarge von -1,6 % schreibt BILL noch rote Zahlen. Es gibt kein KGV, weil kein Gewinn vorhanden ist. Wer einsteigt, wettet darauf, dass Profitabilität kommt — aber wann, ist offen.
- Kurs nahe am 52-Wochen-Tief: Die Aktie notiert bei 34,71 USD und damit nur knapp über dem Jahrestief von 34,49 USD. Vom Jahreshoch bei 57,21 USD hat sie fast 40 % verloren. Das zeigt, wie stark das Vertrauen der Anleger zuletzt gelitten hat.
- Kein Umsatzwachstum laut aktuellen Daten: Der Umsatz zeigt in den vorliegenden Daten 0 % Wachstum. Für ein Softwareunternehmen, das mit seinem Wachstumspotenzial begründet wird, ist das ein ernstes Warnsignal — Anleger sollten prüfen, ob das ein einmaliger Effekt oder ein Trend ist.
Bewertung
Ein klassisches KGV lässt sich nicht berechnen, weil BILL aktuell noch Verluste macht. Das Forward-KGV — also basierend auf dem für die nächsten 12 Monate erwarteten Gewinn — liegt bei 14,3. Das ist deutlich niedriger als bei vergleichbaren Zahlungssoftware-Unternehmen: Intuit kommt auf rund 25x, Bill-Konkurrent Brex oder Coupa wurden in Boomzeiten mit über 30x bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (also was Anleger pro Dollar Umsatz zahlen) liegt bei 2,2 — auch das ist für Softwareunternehmen historisch niedrig. Ein Analysten-Kursziel ist in den vorliegenden Daten nicht enthalten.
Fazit
BILL bietet mit einem Forward-KGV von 14,3 und einem Kurs unter Buchwert eine ungewöhnlich niedrige Bewertung für ein Softwareunternehmen — aber fehlende Profitabilität und stockendes Umsatzwachstum zeigen, dass der günstige Preis seinen Grund hat.
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