Bayer AG NA
BAYN.XETRA
Unternehmensprofil
Was passiert, wenn ein 160 Jahre alter Pharma- und Chemiekonzern in eine der größten Rechtskrisen der Unternehmensgeschichte gerät? Bayer kämpft seit der Übernahme von Monsanto 2018 mit Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat, die bereits über 16 Milliarden Dollar gekostet haben. Gleichzeitig erwirtschaftet das Unternehmen mit Medikamenten, Pflanzenschutz und rezeptfreien Produkten wie Aspirin einen Jahresumsatz von 11,4 Milliarden Euro.
Kennzahlen
Verlust pro Aktie
-3,68 EUR
Bayer macht derzeit Verlust — hauptsächlich wegen der milliardenschweren Rechtsklagen um Glyphosat, nicht weil das Geschäft grundsätzlich schlecht läuft.
Forward-KGV
5,5
Falls Bayer wieder Gewinne schreibt, wäre die Aktie günstig bewertet — normale Pharmakonzerne handeln bei 15-20 beim KGV.
Kurs-Buchwert-Verhältnis
0,93
Die Aktie kostet weniger als der Buchwert der Vermögenswerte — ein Zeichen dafür, dass Investoren dem Unternehmen wenig zutrauen.
Umsatz
11,4 Mrd. EUR
Trotz aller Probleme läuft das operative Geschäft weiter — Bayer ist immer noch einer der größten Pharma- und Agrarkonzerne der Welt.
52-Wochen-Spanne
20,37 - 49,78 EUR
Die Aktie schwankt extrem je nach Nachrichten zu den Rechtsprozessen — das zeigt die hohe Unsicherheit der Anleger.
Stärken
- Marktführende Positionen in wichtigen Bereichen: Bayers Medikamente und Pflanzenschutzmittel sind in vielen Märkten unverzichtbar, was auch in Krisenzeiten für stabile Umsätze sorgt.
- Günstige Bewertung bei 0,93 beim Kurs-Buchwert-Verhältnis: Falls Bayer die Rechtsprobleme löst, könnte die Aktie deutlich steigen — sie kostet weniger als die Vermögenswerte wert sind.
- Diversifizierte Geschäftsbereiche von Medikamenten bis Aspirin: Nicht alle Bereiche sind von den Glyphosat-Problemen betroffen, das Pharmageschäft läuft weitgehend normal.
Risiken
- Anhaltende Verluste von 3,68 Euro pro Aktie: Die Kosten für Rechtsprozesse und Vergleiche belasten die Bilanz schwer und könnten noch Jahre andauern.
- Rechtsunsicherheit um Glyphosat: Weitere Klagen und Vergleichszahlungen sind möglich — niemand weiß, wie teuer das noch wird.
- Extreme Kursschwankungen zwischen 20 und 50 Euro: Die Aktie reagiert heftig auf jede Nachricht zu den Rechtsprozessen, was nichts für schwache Nerven ist.
Bewertung
Ein KGV lässt sich nicht berechnen, da Bayer Verluste macht, aber das Forward-KGV von 5,5 zeigt: Falls die Gewinne zurückkehren, wäre die Aktie günstig. Zum Vergleich: Konkurrent Roche handelt bei einem KGV von etwa 15. Die niedrige Bewertung spiegelt das hohe Risiko durch die anhaltenden Rechtsprobleme wider.
Fazit
Bayer bietet die Chance auf eine günstig bewertete Erholung eines Weltkonzerns, trägt aber das Risiko weiterer milliardenschwerer Rechtsprozesse um Glyphosat.
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