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Anheuser Busch Inbev SA NV

ABI.BR

Consumer DefensiveBR · BE
64,44 €+1,23 %
AI-generierte Analyse· 11.4.2026

Unternehmensprofil

Hinter Marken wie Stella Artois, Corona und Budweiser steckt ein einziges Unternehmen — und das braute 2024 Bier im Wert von rund 55 Milliarden US-Dollar weltweit. Was viele nicht wissen: Bier klingt nach einem simplen Geschäft, ist aber in Wirklichkeit ein Logistik- und Marken-Imperium, das in über 50 Ländern operiert und dessen Börsenwert mit 125 Milliarden Euro etwa dem Vierfachen des Jahresumsatzes entspricht — mehr als viele erwarten würden. Das Besondere: Wenn Menschen in Krisenzeiten weniger Geld haben, trinken sie kein Wasser statt Bier — sie kaufen günstigere Marken aus demselben Konzern, was das Geschäft stabiler macht als die meisten Branchen.

Kennzahlen

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

22,1x

Anleger zahlen aktuell das 22-fache des Jahresgewinns pro Aktie — für ein stabiles Konsumgüterunternehmen ist das ein moderater Wert, nicht billig, aber auch nicht übertrieben teuer.

Forward-KGV (Bewertung auf Basis der erwarteten Gewinne)

14,3x

Analysten erwarten, dass der Gewinn deutlich steigt — deshalb fällt das KGV auf Basis der Zukunftsprognosen auf 14,3x. Das ist spürbar günstiger als das aktuelle KGV und signalisiert, dass der Markt Wachstum erwartet.

Gewinnmarge

11,5 %

Von jedem Euro Umsatz bleiben 11,5 Cent als Gewinn übrig — in der Getränkebranche mit hohen Produktions- und Logistikkosten ist das solide, aber kein Ausreißer nach oben.

Eigenkapitalrendite (ROE)

9,1 %

Für jeden Euro, den Aktionäre investiert haben, erwirtschaftet das Unternehmen 9,1 Cent Gewinn — das ist eher unterdurchschnittlich und deutet darauf hin, dass viel Kapital im Unternehmen gebunden ist.

Kurs-Buchwert-Verhältnis (Preis im Vergleich zum bilanziellen Wert)

1,44x

Die Aktie kostet 1,44-mal so viel wie der rechnerische Buchwert des Unternehmens — das ist für einen Konsumgüterkonzern mit bekannten Marken ein überraschend niedriger Wert und deutet auf eine verhaltene Bewertung hin.

Stärken

  • Niedrige Schwankungsanfälligkeit: Mit einem Beta-Wert von 0,79 schwankt die Aktie deutlich weniger als der Gesamtmarkt — bei einem Rückgang von 10 % am Aktienmarkt verliert sie im Schnitt nur etwa 7,9 %. Das macht sie für Einsteiger weniger nervenaufreibend als Tech-Aktien.
  • Dividende von 2,1 %: Anleger bekommen jährlich 2,1 % des eingesetzten Kapitals als Ausschüttung zurück — kein Ausreißer, aber ein verlässlicher Puffer, der den Einstieg in Einzelaktien angenehmer macht als bei Unternehmen ohne Ausschüttung.
  • Günstige Zukunftsbewertung: Das Forward-KGV von 14,3x liegt deutlich unter dem aktuellen KGV von 22,1x — das bedeutet, dass Analysten erwarten, dass der Gewinn in den nächsten ein bis zwei Jahren erheblich steigt. Wenn diese Prognose aufgeht, sieht die Aktie heute günstiger aus als auf den ersten Blick.

Risiken

  • Kein Umsatzwachstum: Die Umsatzwachstumsrate liegt bei 0 % — das Unternehmen verkauft aktuell nicht mehr als im Vorjahr. Wer auf steigende Gewinne durch Wachstum setzt, braucht starke Preiserhöhungen oder Kostensenkungen, nicht mehr Bierflaschen.
  • Hohe Schuldenlast durch Übernahmen: Anheuser-Busch InBev hat in der Vergangenheit mehrere große Bierkonzerne aufgekauft — darunter SABMiller für rund 100 Milliarden US-Dollar. Die daraus entstandenen Schulden drücken noch immer auf die Bilanz und schränken ein, wie viel Geld das Unternehmen für Investitionen oder Ausschüttungen verwenden kann.
  • Volumenrückgang in Schlüsselmärkten: In den USA und teilen Europas trinken Menschen strukturell weniger Bier als früher — der Trend geht Richtung Wein, Spirituosen und alkoholfreie Getränke. Langfristig könnte das den Wachstumsspielraum einengen, ohne dass eine neue Produktkategorie diese Lücke füllt.

Bewertung

Das aktuelle KGV liegt bei 22,1x — das bedeutet, Anleger zahlen heute das 22-fache des Jahresgewinns. Zum Vergleich: Heineken, der niederländische Bierkonzern, wird aktuell mit etwa 18x bewertet, während Carlsberg bei rund 15x liegt — AB InBev ist also im Branchenvergleich etwas teurer bewertet. Allerdings liegt das Forward-KGV bei nur 14,3x, was zeigt, dass der Markt in den nächsten Jahren mit deutlich höheren Gewinnen rechnet — kommt dieses Wachstum, wirkt die Aktie im Nachhinein günstig.

Fazit

Wer auf ein konjunkturresistentes Getränkegeschäft mit bekannten Biermarken und moderater Bewertung setzen will, bekommt mit AB InBev eine defensive Aktie — muss aber akzeptieren, dass das Umsatzwachstum aktuell stagniert und die Schuldenlast aus vergangenen Übernahmen das Unternehmen in seiner Flexibilität einschränkt.

Stockly liefert Informationen und Einordnungen, keine Anlageberatung. Alle Analysen sind AI-generiert und können Fehler enthalten. Investitionsentscheidungen triffst du selbst.